Warum ich beim Radfahren nicht mehr mit dem Smartphone navigiere

Das Smartphone wird häufig als universelles Navigationsgerät für Radtouren gesehen. In der Praxis nutze ich es beim Radfahren jedoch kaum noch.

Der Hauptgrund ist ganz einfach: Am Lenker ist oft wenig Platz, und gleichzeitig befinden sich auf dem Smartphone viele persönliche und wichtige Daten. Das Risiko eines Sturzes ist mir zu hoch, um das Gerät dauerhaft am Lenker zu befestigen.

Stattdessen nutze ich beim Radfahren ein dediziertes Navigationsgerät, aktuell ein Garmin Edge Explore. Dieses ist robust, gut ablesbar und speziell für den Einsatz auf dem Fahrrad konzipiert.

Planung unterwegs

Das Smartphone bleibt dennoch ein wichtiges Werkzeug – allerdings eher im Hintergrund.

Wenn unterwegs eine Tour angepasst werden muss, nutze ich dafür Apps wie BRouter, Bikerouter oder OsmAnd. Damit lassen sich neue Strecken schnell planen oder bestehende Routen anpassen.

Anschließend übertrage ich die Tour mit Hilfe von Garmin Connect auf mein Navigationsgerät. Dieser Vorgang dauert in der Regel nur wenige Minuten – meist nicht länger als fünf Minuten.

Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise zeigt sich bei längeren Touren: Mein Garmin Edge Explore erreicht eine Akkulaufzeit von etwa 10 Stunden. Ein Smartphone muss bei aktiver Navigation und eingeschaltetem Display dagegen oft schon nach rund zwei Stunden wieder geladen werden.

Hinzu kommt, dass Smartphones bei sonnigem Wetter schnell sehr warm werden und das Display deutlich schlechter ablesbar ist. Spezielle Navigationsgeräte sind hier klar im Vorteil und bleiben auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut nutzbar.

Planung direkt auf dem Gerät

Die Planung direkt auf dem Navigationsgerät ist grundsätzlich möglich und wird auch in meinen Büchern beschrieben. In der Praxis nutze ich diese Möglichkeit jedoch kaum.

Die Bedienung ist vergleichsweise umständlich, und die vorgeschlagenen Streckenverläufe sind oft weniger überzeugend als eine vorher am Smartphone geplante Route.

Deutlich komfortabler ist es, die Tour unterwegs mit Bikerouter zu planen und anschließend auf das Navigationsgerät zu übertragen. So lassen sich Strecken schneller anpassen und in der Regel auch qualitativ besser zusammenstellen.