Garmin Oregon 200/300/400t/450/450t/550/550t

Die erste Generation

Beim Oregon der ersten Generation handelt es sich um die Geräte mit der Bezeichnung Oregon 200, 300, 400t, 450, 550 und 550t.

Oregon 400t mit OSM-Freizeitkarte

Garmin hat im Jahr 2008 das erste GPS-Gerät (Oregon 200) mit Touchscreen auf den Markt gebracht, der Fachhandel verkauft diese Serie bis heute. Der Touchscreen ist resistiv, was bedeutet, dass ein leichter Druck auf das Display ausgeübt werden muss. Für Benutzer moderner Smartphones ist das eventuell gewöhnungsbedürftig. Der Vorteil des resistiven Displays ist, dass es mit Handschuhen bedienbar ist und auch starker Regen die Bedienung des Geräts nicht beeinflusst.
Das Garmin Oregon ist aus meiner Sicht eines der besten Geräte von Garmin. Nicht zu klein und nicht zu groß, einfache Bedienung , robust und universell einsetzbar, die Stromversorgung erfolgt mit 2 Nimh-Akkus der Größe AA oder 2 Batterien der gleichen Größe.
Jeder, der ein Smartphone bedienen kann, kommt mit dem Gerät zurecht.

Den größten Vorteil an dieser Oregon-Serie sehe ich in dem versenkten Display, dass durch den äußeren Rand des Gerätes sehr gut geschützt ist. Denn eines sollte klar sein, wer sein GPS-Gerät im Outdoorbereich verwendet, dem wird das Gerät das ein oder andere Mal herunterfallen. Das ist mir schon häufiger passiert, das Display hat nie einen Schaden bekommen, dafür ist der Rand ordentlich verkratzt.
Ein weiterer Vorteil ist der günstige Preis. Zur Zeit steigen viele Besitzer der ersten Oregon Serie auf die neuen 600er um, hier bietet sich die Chance zuzuschlagen. Dazu sollte man die Geräte unterscheiden können, die nachfolgende Tabelle ist dabei hilfreich.

Übersicht Oregon Geräte

  200 300 400t 450 450t 550 550t
Interner Speicher in GB 0,024 0,85 3,7 0,9 3,7 0,85 3,7
Elektronischer 2-Achsen Kompass   X X        
Elektronischer 3-Achsen Kompass       X X X X
Optional verwendbar
Pulsmesser, Trittfrequenzmesser, Geschwindigkeitsmesser
X X X X X X
Freizeitkarte Europa, nicht routingfähig     X   X   X
Kamera, Auflösung in Megapixel           3,2 3,2
Micro-SD verwendbar   X X X X X X

Beim Kaufen unbedingt beachten

Grundsätzlich kann man ein Oregon dieser ersten Serie gebraucht kaufen. Man sollte sich allerdings zusichern lassen, dass das Display in Ordnung ist. Die Oregon-Serie hat leider ein Display, das leicht verkratzt. Manche Gebrauchtgeräte haben auch einen Display Fehler, der sich durch einen Balken bemerkbar macht, der waagerecht über das Display verläuft, wobei die Verkäufer dann  gerne behaupten, dass das nicht stört.

Ich persönlich würde diese defekten Geräte nur dann kaufen, wenn der Preis unter 60€ liegt, um das Display dann eventuell selber zu tauschen, das man für ca. 25 € bei den großen Internetversendern erwerben kann. Ob man dazu fachlich in der Lage ist, kann man beurteilen, wenn man dieses Video bei Youtube anschaut. Link.

Für ein nicht defektes Garmin-Gerät sollte man allerding auch nicht mehr als 80 bis 150€ ausgeben.

Die integrierte Kamera der Oregon 5xx-Serie sollte keine Kaufentscheidung für diese Serie sein. Eine Auflösung von 3,2 MP kann jedes Smartphone deutlich besser, auch Fotos mit Standortinformationen (Geotagging) beherrscht heute fast jedes Smartphone.

Mit dem Modell 450 hat Garmin das Display verbessert, da es immer wieder Klagen von Benutzern gab. Zusätzlich ist ab diesem Modell der 3-Achsen-Kompass hinzugekommen. Während beim 2-Achsen-Kompass das Gerät waagerecht gehalten werden muss, um eine stabile Kompass-Anzeige zu erhalten, ist die Lage des Geräts beim 3-Achsen-Kompass egal. In der Praxis spielt das aus meiner Sicht keine Rolle, wenn ich das Gerät als Kompass verwende, halte ich es sowieso waagerecht, weil ich es ja sonst gar nicht ablesen kann.

Ich persönlich besitze ein Oregon 300 seit 2009, benutze es meist mit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung und teile die negative Kritik über das Display nicht.
Beim Oregon 300 habe ich im letzten Jahr das Display getauscht, nachdem ich das Video dreimal angeschaut hatte.

Das Oregon 400t habe ich mir eigentlich nur wegen der nicht routingfähigen Freizeitkarte gekauft und kann somit aus eigener Erfahrung behaupten, dass  diese Karte keinen Vorteil bietet.
Einen Vorteil hat das Oregon 400t dann allerdings doch: Wenn man die Freizeitkarte löscht, hat man auf dem 3,7 GB internem Speicher genug Platz, um eine oder mehre Karten von Openstreetmap zu installieren.
Dieses Gerät hat noch das Original-Display. Die Ablesbarkeit ist auch bei diesem Gerät gut.

Das Oregon 200 empfehle ich nicht, da der interne Speicher mit 24 MB so klein bemessen ist, dass nur kleinste Teilkarten installiert werden können. Als Geschenk kann man es behalten.

Karten

Ohne Karte ist ein GPS-Gerät kaum zu gebrauchen. Es werden Geräte mit oder ohne Karte verkauft. Die nicht routingfähige Freizeitkarte von Garmin zähle ich nicht zu den empfehlenswerten Karten, da diese außer einer Übersicht keinen weiteren Nutzen haben. Für eine originale Garmin-Karte können Sie je nach Aktualität bis zu 30€ mehr ausgeben. Für zusätzliche OSM-Karten (Openstreetmap) sollten Sie keinen Mehrpreis bezahlen, diese bekommen Sie auch kostenlos.